Unsere Sage

Überliefert aus dem Jahre 1807:

 

Für den ersten König von Württemberg, König Friedrich Wilhelm Karl, wurde das frühere Abtshaus des Klosters zum Jagdschloss umgebaut. Somit wurde Bebenhausen zum Mittelpunkt prächtiger Hofjagden und der Wille des Königs nach Repräsentation musste auf das Beste erfüllt werden. König Friedrich war dafür bekannt, sehr rechthaberisch, selbstbewusst, machthaberisch und cholerisch zu sein.

 

Nach der angenommenen Königswürde, vergrößerte sich Württemberg. Zu dem Königreich zählten neben dem protestantischen „Altwürttemberg“ auch große katholische Gebiete. König Friedrich strebte die Gleichberechtigung beider Konfessionen an. Mit harter Autorität trieb König Friedrich den Prozess der Gleichberechtigung voran.

 

Doch den damaligen Bürgern von Bebenhausen fiel es sehr schwer, die Gleichberechtigung nach den Wünschen des Königs umzusetzen. Ein ehemaliger Bewohner des Abtshauses, der Mönch, konnte sich nicht mit der bevorstehenden Gleichberechtigung der Konfessionen abfinden und leistete Widerstand gegen den König. Der machthaberische König ließ sich das nicht gefallen und der Mönch wurde von ihm und den Bürgern Bebenhausens verbannt.

 

Ohne Hab und Gut und ohne jeglichen Rückhalt zog er sich in die Wälder zurück. Dort traf er auf andere verbannte und flüchtige Bürger.

Diese waren bei den Bewohnern Bebenhausens als Hexen bekannt.

Die Hexen führten den verbannten Mönch zu ihrem Treffpunkt, der Teufelsbrücke am Goldersbach, tief im Inneren des Waldes.

 

An dieser Brücke begegnete er einer Figur, ähnlich einem Teufel, die aus den Tiefen des Waldes zu ihm kam. Um in den Tiefen des Waldes überleben zu können, blieb dem Mönch nichts Anderes übrig, als mit der teufelsähnlichen Figur einen Pakt zu schließen.

 

Er bekam folgenden Befehl:

„Trinket das Wasser aus dem Schwefelbrunnen und dein Überleben im Wald wird gesichert sein. Die Hexen werden dich für immer beschützen. “

 

Nach dem Befehl führten die Hexen den Mönch an den Schwefelbrunnen, wo er das Wasser trank.

Kurze Zeit später verwandelte sich der Mönch in einen Teufel, den Schwefelteufel und zog sich mit den Hexen wieder in den Wald zurück, von wo aus sie seit dem, Angst und Schrecken in den umliegenden Städten und Gemeinden,  so wie dem ganzen Schönbuch verbreiten.

 

 

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